Crimp oder die Erfindung eines neuen Genres.

8. Dezember 2009

“Wow! They invented a new genre!”, staunt die Clubgöre als sie zum ersten Mal “Crimping” auf der Bühne sieht. Und tatsächlich: Auf die ebenso idiotsche wie geniale Idee, einen kurzen, dadaistischen Nonsense-Song a capella im Duett (Ja, der Crimp hat klare Regeln!) als eigene Kunstform auszugeben, ist wohl noch keiner gekommen – außer Noel Fielding und Julian Barratt bzw. ihren Figuren Howard Moon und Vince Noel in der britischen Comedy-Show “The Mighty Boosh”. Den ersten Crimp geben die beiden auf einer Bank in dem Zoo, in dem sie arbeiten, zum Besten – und der Zuschauer denkt, er hört nicht richtig: Was auch immer es ist, es ist neu und steht stellvertretend für die Kreativität, die hinter “The Mighty Boosh” steht. Schließlich fragt man sich bei der Sendung regelmäßig, wie die BBC den beiden Comedians soviel Narrenfreiheit einräumen konnte; oft wirkt sie wie das selbstausgedachte Theaterstück zweier anarchistischer Kinderladen-Kids statt wie professionelle Comedy – und ist gerade deshalb eine der eigenwilligisten, witzigsten und erfrischendsten Serien, die es gibt. Darauf ein Crimp-Medley, bei dem das Quartett aus Vince, Howard, dem Shamanen Naboo(übrigens gespielt von Noels Bruder Michael) und Gorilla Bollo auch den 4-Way-Crimp meistern – “Four minds working as one”.

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